„Honigblütentage“ von Sofie Cramer

Die Handlung: Valerie empfindet ihren Alltag schon länger als ungesunden Stress und steht daher kurz vor einer Belastungsstörung. Um dieser vorzubeugen und Valerie zu entlasten, schickt sie ihre Chefredakteurin auf eine Wanderreise, die durch den Heidschnuckenweg führt. Das Thema ihrer Reportage ist: „Pilgern vor der eigenen Haustür – Selbstfindung pur?“ und Valerie muss dafür einige Hindernisse und ihren eigenen Widerwillen bekämpfen.

Die Charakterentwicklung von Valerie ist einfach großartig. Eigentlich will sie diese Reise nicht machen, hat einige Probleme auf ihrem Weg und möchte öfters einfach nur noch zurück in die Großstadt, doch sie beißt sich durch und wird am Ende ihrer Reise reichlich belohnt. Diesen Realismus ihres Verhaltens empfand ich als erfrischend und er hat bei mir bewirkt, dass ich Valerie mit großem Verständnis gegenüberstand. Ihr wird diese Reise mehr oder weniger aufgezwungen und sie erlebt viele Momente, an denen sie einfach aufgeben oder ihren Weg heimlich kürzen will. Nur knapp schafft sie es, sich weiter zu motivieren. Die Autorin erwähnt im Nachwort, dass diese Geschichte jedem passieren könnte und dem kann ich nur zustimmen, denn das Buch besitzt eine wunderbar erfrischende Realität.

Dabei finde ich es vor allem beeindruckend, wie Sofie Cramer es schafft, dass ich mit Valerie fühle. Vermutlich liegt das an der passend gewählten Wortwahl und dem Fakt, dass ich Valerie sehr ins Herz schließen konnte. Oft kam es jedenfalls vor, dass ich ihre Gefühle nachempfinden und verstehen konnte und so die negativen- sowie positiven Eindrücke ihrerseits auf mich selber übertrug.

Mein Fazit: Mir bleibt nur noch zu sagen, dass ich diesen wundervollen Roman jedem Leser, der sich auch nur ein noch so ein kleines bisschen für diese Lektüre interessiert, wärmstens empfehlen kann, denn mindestens eine Selbstfindung wird dem Leser widerfahren und ich bin mir sicher, jeder kann etwas aus diesem Buch für sich selber lernen.

Für mehr Informationen zum Buch hier klicken:

2 Kommentare zu „„Honigblütentage“ von Sofie Cramer

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  1. Habe mir auf diese Rezension hin die Leseprobe bei amazon reingezogen und kann nur bestätigen: hervorragend geschrieben, witzig, voller lebendiger Details, das pralle Leben wies ist, und eben auch handwerklich gekonnt erzählt. Sofie Cramer ist eine Autorin, die mit Wörtern und Sätzen nicht nur umgehen kann, sondern an ihnen auch Spaß hat. Der Spaß teilt sich dem Leser mit, man fühlt das Gewicht des Rucksacks auf den Schultern, und die Hitze der Landstraße, und die scheuernden Strumpfnähte in den Wanderschuhen. Und natürlich will man wissen, wies weitergeht. Also, der Roman kommt auf meine Leseliste. Vielen Dank für die Empfehlung!

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